Nackt im Bus

Mrz 08 2011 Published by under Facts, Security, Social Security

Nackt in den Bus würde wohl fast niemand einsteigen. Sein Smartphone an einem öffentlichen Hotspot benutzen wohl eher.
Unverschlüsselt E-Mails abrufen, Facebook checken und Apps benutzen kommt dem „Nackt in den Bus steigen“ schon sehr nahe.In der heutigen Zeit besitzt fast jeder ein Smartphone, fast jeder will up-to-date sein und benutzt sein Smartphone. Sei es an einem Hotspot oder direkt via Datenflat beim jeweiligen Anbieter. Unbedacht werden Aktionen durchgeführt, dabei ist es doch schon möglich zumindest ein wenig auf seine Sicherheit zu achten. Mails können verschlüsselt über https/SSL abgerufen werden, Apps kann man verbieten Datenverbindungen aufzubauen oder Push-Services zu nutzen, niemand ist gezwungen auf
seinem iPhone, iPod oder Android den Standardbrowser zu benutzen. Also alles halb so schlimm?

Nein. Es ist schon seit einer Weile möglich Apps sowohl für Apple Devices als auch für Android Phones mit Malware zu infizieren. Bei Apple Devices tun sich die CyberCriminals noch etwas schwer (oder vernachlässigen es absichtlich), bei Android Phones ist das aber schon letztes Jahr der Fall gewesen. Einfacher kann man sich infizieren, in dem man ein JailBreak iPhone benutzt, hier kommt der Vergleich „Offen wie ein Scheunentor“ schon gut ran. Android Nutzer haben es da schon „leichter“ infiziert zu werden. Aber auch BlackBerry User kommen nicht ungestraft davon. Der berüchtigte ZeuS Trojaner macht auch vor diesen Nutzern nicht halt. Wer nun denkt, er komme mit einem Windows Phone vielleicht um diesen ganzen Schlamassel herum, dem sei gesagt, dass ZeuS auch hier schon vertreten ist , zumindest was Windows Mobile betrifft. Symbian Phones , zu guter letzt, sind bei ZeuS auch mit von der Partie.

Wie man deutlich sieht, erweitern CyberCriminals ihren Fokus auf Smartphones. Gerade bei Smartphones ist die Security Awareness noch so gering, geringer könnte sie wohl kaum sein. Der Nutzer fühlt sich mit seinem Telefon wie in seinem Auto, abgeschottet und sicher vor der Außenwelt geschützt. Doch nun frägt man sich zurecht, was man selbst tun kann um diesem Moloch zu entgehen? Wie überall in der Welt ist zuerst an den eigenen Verstand zu appelieren. Nachdenken ist angesagt, auch wenn es schwer fallen mag:

– Smartphone nicht an öffentlichen, unverschlüsselten HotSpots benutzen
– Auf alternative, „sichere“ Browser zurückgreifen, wie z.B. die Lösungen von TrendMicro
– Apps mit Bedacht auswählen und diesen gewisse Services verbieten (Ob sie das dann im Hintergrund immer noch machen ist
dann nicht ihre Schuld, hier allerdings helfen Rezenssionen der Apps. Stehen hier Dinge wie „Übermittelt im Hintergrund
Daten“ o.ä., sollte man es sich zweimal überlegen bevor man das App installiert)
– Betriebssystem auch beim SmartPhone up-to-date halten
– Virenscanner installieren, sofern dies für ihr Smartphone angeboten wird
– Daten wenn möglich immer verschlüsselt übertragen (https)
– Sichere Passwörter verwenden (Groß-/Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen, Mindestlänge von 8 Zeichen)
– Smartphone mit einem PIN schützen, Display regelmäßig abwischen (Besonders wichtig bei Android Phones)

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