Habe ich ein sicheres Passwort?

Jul 19 2012 Published by under Facts, Security, Tips and Tricks

In Zeiten von Brute-Force-Attacken, Social Engineering, (Spear-) Phishing, Malware und Datenklau wird die Frage nach einem sicheren Passwort immer wichtiger. Lesen Sie hier die wichtigsten Regeln und wie man sich auch schwierige Passwörter merken kann.

In letzter Zeit lesen wir vermehrt Artikel bzgl. Datenklau und kompromittierten Passwörtern. Zu den jüngsten Beispielen zählt z.B. der Diebstahl von rund 450,000 Passwörtern bei Yahoo!.  Die Frage die sich viele in solchen Zeiten berechtigterweise stellen ist: „Habe ich ein sicheres Passwort?“ bzw. „Wie kann ich verhindern, dass meine Daten geklaut werden?“.

Sie selbst können bestimmen wie sicher Ihre Daten sind. Gegen Datenklau beim Anbieter direkt können Sie nur passiv (siehe unten) einwirken, aktiv muss der Betreiber sich um die Sicherheit Ihrer Daten sorgen. Notfalls beenden Sie die Beziehung zu Ihrem jeweiligen Anbieter, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Daten auf lange Sicht nicht gut dort aufgehoben sind.

  • Verwenden Sie ein langes Passwort mit mindestens 14 Zeichen. Hier benutzen Sie Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Nutzen Sie niemals für verschiedene Zugänge das gleiche Passwort. Sind Ihre Daten erst einmal beim Anbieter A entwendet worden oder hat ein Virus ein Passwort gestohlen, wird dieses für alle Ihre Zugänge benutzt (Anbieter B, Anbieter C etc.).
  • Sie können sich die verschiedenen Passwörter nicht alle merken? Das ist heutzutage kein Problem mehr, hierfür werden sog. „Passwort Manager“ von verschiedenen Herstellern angeboten. Ein kostenloses Beispiel ist das Programm „Password Safe„, eine Alternative für erfahrenere Anwender ist „KeePass„. Eine empfehlenswerte, kostenpflichtige Alternative ist das Programm „Password Depot„.
  • Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig, ggf. müssen Sie sich die neuen Passwörter nicht merken, das könnte ein Passwort Manager (siehe oben) für Sie übernehmen.
  • Benutzen Sie keine gebräuchlichen Wörter („Butterblume“, „Haus“ oder Namen etc.) in Ihren Passwörtern.
  • Nutzen Sie sog. „Passwort Generatoren“ um sichere Passwörter zu erstellen. Die meisten Passwort Manager beinhalten schon solche kleinen Hilfsprogramme. Es gibt diese aber auch separat zum Download, u.a. hier.

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3 responses so far

  • m herold sagt:

    GUT,GUT,danke für deinen Beitrag

  • Ja, mit diesen Tipps kann man die meisten Angriffe abwehren. Einen 100% Schutz gibt es aber nie, da ein gutes Passwort immer von einer guten Entschlüsselungsroutine abhängt.

  • Hallo frherold,

    Deine Ausführung zur Passwortsicherheit ist heute aktueller denn je – jedoch ist auch das Passwort im Passwort-Safe auf dem heimischen PC nur sicher, wenn letzterer nicht kompromittiert wurde. Letztendlich zählt nur das schwächste Bindeglied.

    Ich persönlich empfehle für „kritische“ Passwörter eine Liste Zuhause zu führen, von der man idealerweise noch mindestenz eine Kopie im Bankschließfach oder einem anderen Ort aufbewahrt. Zudem sollten die Passwörter ergänzend zu einer mindest-komplexität noch individuell verschlüsselt* sein.

    Möchte man ganz sicher gehen, unterlässt man es aufzuschlüsseln für welchen Zugang welches Passwort das richtige ist. Als Hinweis kann man einen nur für sich selbst lesbaren Schlüssel in das Passwort integrieren.

    Aber welchen Einbrecher interessieren schon die eigenen Passwörter ?

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