Online Banking Trojaner täuscht falsche Überweisung vor

Jul 27 2011 Published by under Facts, Security

Ein neuer Online Banking Trojaner macht seit vermutlich Anfang Juli 2011 die Runde und verärgert geprellte Benutzer. Hierbei geht der Trojaner äußerst raffiniert vor.

Wie geht der Trojaner vor?

Die Vorgehensweisen von Banking Trojanern ändern sich von Zeit zu Zeit, meist bemerken die Anti-Viren Hersteller und die Behörden inkl. Banken dies erst nachdem es sowieso schon zu spät ist. Ein neuer Online Banking Trojaner täuscht dem Nutzer eine angeblich fehlgeleitete Gutschrift vor. Das Opfer wurde zuvor mit dem Trojaner infiziert, loggt sich in sein Online Banking ein und eine angebliche Warnung der Bank erscheint. In diesem Warnhinweis wird auf eine fehlgeleitete Überweisung auf das Opferkonto aufmerksam gemacht. Der Nutzer soll glauben, ihm habe jemand aus versehen einen Betrag überwiesen und genau aus diesem Grunde wurde das Konto nun gesperrt. Um dem Wahnwitz noch eins drauf zu setzen, wird man nun aufgefordert den Betrag zurück zu überweisen, damit die Kontosperrung aufgehoben wird. Umsatz und Saldo werden vom Banking Trojaner ebenfalls manipuliert, sodass das Opfer noch mehr verunsichert wird und glauben mag, es handle sich um eine Tatsache. Wird nun den Aufforderungen des Trojaners folge geleistet, so stellt dieser freundlicherweise ein ausgefülltes Überweisungsformular bereit. Ist der letzte Schritt vollzogen, so landet das Geld auf dem Konto des Cyber Criminals.

Wie schütze ich mich?

Selbstverständlich bekommen Sie auch von mir den Standardsatz zu lesen: „Halten Sie Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand, updaten Sie Ihre Anti-Virus Software und öffnen Sie keine Links / Anhänge aus E-Mails“. Wirklich viel helfen wird Ihnen das hier zwar nicht, aber es schützt Sie immerhin in geringem Maße. Besser als kein Schutz, oder?

Wie schütze ich mich nun wirklich?

Als aller erstes sollten Sie Ihre Verhaltensweise ändern. Das klingt jetzt wie ein Lehrer, ein Erzieher, jemand der mit dem Finger auf Sie zeigt? Nun, so soll es auch klingen. Nicht alles was Sie im Internet lesen ist wahr. E-Mails, Online Banking, Suchanfrage an Google, alles kann gefälscht sein. Hinter allem können böse Menschen stecken. Entdecken Sie Ihr eigenes Misstrauen wieder, hinterfragen Sie Ereignisse und Meldungen, nehmen Sie das Internet nicht als etwas hin, dass unveränderbar in Stein gemeisselt ist.

Hier habe ich bereits zwei Artikel für Sie zu diesem Thema bereit gestellt:
http://blog.hersec.de/08042011-sicher-surfen-im-internet/

http://blog.hersec.de/11042011-sicher-surfen-im-internet-teil-ii/

Sollten Sie sich mit dem Trojaner infiziert haben, dann versuchen Sie bitte nicht diesen zu entfernen. Heutige Viren vergraben sich meist so tief im System, dass Sie selbst bei einer erfolgreichen Desinfektion nicht sicher sein können.

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One response so far

  • Kassandra sagt:

    Na, da kann ich ja von Glück reden, dass ich die ganze Zeit mit meinem Online-Banking Account Probleme hatte und ich ihn hab auf Eis legen lassen!

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