Blizzards Epic Fail: Änderungen am Authenticator

Jun 28 2011 Published by under Allgemein, Facts, Security

Änderungen an Blizzard Entertainments Battle.net Authenticator System verärgert und erfreut die Nutzer gleichermaßen. Eine Eingabe des durch den Authenticator generierten Codes ist nicht mehr immer notwendig. Sind Sie Gamer? Dann wird Sie dieser Artikel sicher interessieren.Wie immer obsiegt die Faulheit der Menschen. Viele Nutzer jammerten seit der Einführung des Battle.net Authenticator Systems über die ach so langen 5-7 Sekunden, die ein durchschnittlicher Gamer dazu braucht um den zusätzlichen Sicherheitscode einzugeben. Was wenn ich meinen Authenticator verlegt habe? Oh je, dann komme ich ja noch langsamer ins Spiel. Sie wollen sich jetzt schon Ihre eigene Tastatur um die Ohren hauen? Dann haben Sie noch nicht alles gelesen 😉

Blizzard Entertainment, berühmter Hersteller von Kassenschlagern wie „World of Warcraft“, „Diablo“ und „Starcraft“, fällt anscheinend mittlerweile nichts mehr neues ein. Was macht man an so einer Stelle? Man verhunzt ein ohnehin schon nicht sonderlich sicheres System, in dem man dem Nutzer nach einigen Logins die Eingabe des Sicherheitscodes gnädigerweise abnimmt. Das „intelligente“ System von Blizzard merkt ab jetzt nämlich, ob der Nutzer immer vom gleichen Ort einloggt. Ist dies der Fall, so muss der Spieler den Code nicht mehr eingeben. Selbstverständlich ist das System von Blizzard nun nicht mehr gegen Executable-Crash und anschließender Übermittlung des Authenticator Codes anfällig. Ja, diesen Satz musste man tatsächlich lesen. Unglaublich aber wahr. Natürlich sind Man-in-the-Middle Attacken und IP-Spoofing auch nicht möglich. Ein mancher argumentiert sogar damit, dass Blizzards Datenbanken bisher nicht von Anonymous und LulzSec (letztere haben sich vor einigen Tagen aufgelöst) gehackt wurden und man daher klar erkennen könne, dass die Daten bei Blizzard sicher wären. Sicherlich ist es im Sinne von Blizzard noch mehr Daten der Nutzer zu sammeln. Ich will Blizzard nichts in den Mund legen, aber diese Firma gehört zusammen mit Google und Facebook zu den größten Datensammlern überhaupt. Die ewig lange EULA des Spieles World of Warcraft lässt so manchen Datenschützer heftig mit den Ohren schlackern, sofern sich je ein Mensch auf diesem Planeten diesen unzumutbaren Brockhaus der Spieleindustrie überhaupt zugemutet hat.

Nutzer schreien bereits danach, Blizzard sollte ihnen die Wahl lassen ob sie dieses neue „Feature“ nutzen wollen oder nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Blizzard dies nachträglich einbauen wird, momentan hält man dies noch nicht für nötig.

Der letzte sog. „Epic Fail“ von Blizzard nahm üble Ausmaße an, da Gamer einen Blizzard Mitarbeiter binnen weniger Stunden inklusive Wohnort, Familie, Fotos usw. ausfindig machen konnten. Hier wollte Blizzard die von ihnen verwendete REAL-ID den Spielern in den offiziellen Foren aktiv aufdrängen und vermarkten. Das ging so übel in die Hose, dass Blizzard seine Pläne spontan ändern musste und die Nutzung der REAL-ID optional wurde.

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