Wie schütze ich meine Kinder im World Wide Web? – Teil (2): Das sichere Tablet / Smartphone

Apr 30 2014 Published by under Allgemein, Howtos, Security, Social Security

Im zweiten Teil (2) meiner Empfehlungsreihe (Elternaufklärung) möchte ich Ihnen Tipps und Tricks zum Umgang mit dem Smartphone oder Tablet Ihres Kindes mit auf den Weg geben.

Diese nützlichen Alltagshelfer ersetzen mittlerweile schon fast den Laptop und das klassische Handy. Mit dem Handy konnte man früher ein paar kleine Spiele (Snake, Solitär usw.) spielen, SMS und MMS verschicken und natürlich telefonieren. Heutzutage wird die klassische Telefonie immer und immer mehr durch Internettelefonie (mit und ohne Video) verdrängt. MMS verschicken war noch nie wirklich „IN“ und vor allem sehr teuer.

Mit dem Smartphone / Tablet sind schnell Bilder, Videos und vieles mehr verschickt. Manchmal schneller als einem später irgendwann lieb ist. Einmal ein Bild in einen Gruppenchat geschickt oder schnell via Instagramm auf Facebook gestellt und man kann es nur schwer bis gar nicht mehr rückgängig machen. Deshalb, bevor ich zu digitalen Tipps und einem kleinen Ratgeber übergehe, hier ein paar praktische Tipps und Denkanregungen, die Eltern Ihren Kindern mit auf den Weg geben müssen:

  • Denke nach, bevor du etwas in einen (Gruppen-) Chat schreibst, schnell zitiert man dich oder nutzt Sätze um dir Schaden zuzufügen
  • Nutze keine Dienste wie z.B. Instagramm, welche deine Bilder / Fotos direkt irgendwo hochladen
  • Verknüpfe nicht jeden Dienst mit Facebook, du vergisst schnell wieder welche Anwendungen alle auf deinen Facebook Account zugreifen dürfen
  • Respektiere die Privatssphäre anderer! Würdest du wollen, dass man Bilder von dir ohne deine Erlaubnis veröffentlicht?
  • Denke niemals, dass die Sichtbarkeit deiner Aktionen im Internet irgendwie eingeschränkt wären, sprich: Auch wenn der Personenkreis scheinbar eingeschränkt ist („Nur Freunde“), können Freunde wiederum deine Aktion an beliebig viele, andere Personen weitergeben oder gar öffentlich machen

Beherzigt man diese kleinen Regeln, greift man zu zwei Dingen:

  • Einem Anti-Virus-Programm auf dem Smartphone / Tablet, das den Zugriff einschränken kann
  • Einer App, die den Internetzugriff beschränkt

Nun müssen Sie sich noch die Frage stellen: „ab wann braucht mein Kind ein Smartphone? Muss mein Kind ein Tablet besitzen?“ Die Einschränkungen der Rechte auf manchen dieser Geräten ist nicht besonders gut managebar, d.h. Sie haben hier zwangsweise einen Mix aus Vertrauen und Kontrolle. Auf Android Geräten können Sie viel mehr einschränken, als auf einem Apple Gerät. Apple Geräte sind defacto von Haus aus sicherer, jedoch lässt die strenge Apple Politik nur wenig Änderungen (ohne Jailbreak) zu.

In der Realität sieht das dann so aus:

Android Gerät:

Apple Gerät:

Bei androiden Geräten können Sie dann über die App von avast! den sog. „App Lock“ zur Kontrolle des Zugriffs von Apps einstellen. In der kostenlosen Version können Sie das mit zwei Apps testen. Immer wenn der Anwender (=das Kind) auf die jeweilige App zugreifen will, muss ein PIN-Code eingegeben werden. Es können also auch keine Änderungen am System / an den Apps vorgenommen oder gar Deinstallationen / Neuinstallationen durchgeführt werden. Durch das Geofencing-Modul von avast! führt das Smartphone / Tablet eine bestimmte Aktion durch (z.B. Sperrung, Alarm, Ortung senden) wenn es einen bestimmten Umkreis verlässt. Sie können die avast! mit einem Anti-Theft Modul übrigens fast vollkommen unsichtbar machen und dem Gerät z.B. nur erlauben mit einer bestimmten SIM-Karte zu funktionieren.

Alle Funktionen im Überblick finden Sie hier:

http://www.avast.com/de-de/free-mobile-security#tab2

Sollten Sie also erwägen, Ihrem Kind ein Smartphone oder Tablet zu geben, empfehle ich an dieser Stelle ganz klar ein Android Gerät. Es geht hier nicht darum, einem Jugendlichen ein solches Gerät zu geben, hier würde ich wieder klar auf die Seite von Apple tendieren, da die Geräte einfach sicherer sind, sondern vielmehr um die Konfigurierbarkeit / die Einschränkungen, die getätigt werden können.

Der nächste Teil (3) dreht sich speziell nur um Kinderschutz für soziale Netzwerke, Sie werden überrascht sein! Insgesamt sind vorerst mindestens drei Teile geplant.

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